„Gefährliche Nähe“ – Tierfilm und Tierfotografie Kurz-Video von Benny Rebel

Von Ingo Quendler

Das nachfolgende Video ist für mich ein ganz besonderes, weil ich in diesem Jahr live dabei sein durfte, als einige der Aufnahmen entstanden sind.  In der Nähe von Hoedspruit in Südafrika habe ich den Tierfotografen und Freund Benny Rebel eine Woche lang in der Tshukudu Game Lodge begleitet. Eine der schönsten, wenn nicht die schönste Lodge direkt angrenzend am Krüger Nationalpark. Dank Benny und den sehr guten Rangern haben wir jede Menge Tiere beobachten und fotografieren können.

Das Oktokopter-Projekt

Wie Ihr in dem Film sehen werdet, ist Benny mit einem Oktokopter nach Afrika gereist. Sein Ziel war es, Tiere von oben zu fotografieren, in Sichtweisen, die es so noch nicht gab. Dies ist im dann auch gelungen. Im Kurz-Video seht Ihr einige spektakuläre Aufnahmen von Leoparden, Geparden und Löwen.

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9 Gedanken zu “„Gefährliche Nähe“ – Tierfilm und Tierfotografie Kurz-Video von Benny Rebel

  1. Wow, das sind wirklich beeindruckende Bilder. Besonders schön fand ich die Blicke hinter die Kamera, also das Making of. Und da stellt sich dann auch die Frage: Wie sind die Bilder mit Löwe und Leopard entstanden? Denn völlig ungeschützt so dicht ran ist ja doch gefährlich, oder hat man in einer Plexiglasbox gesessen oder nur die Kamera per Fernauslöser bedient?

  2. Hallo Dirk!
    Man kann Löwen und Leoparden nicht aus kurzer Distanz filmen, wenn sie dermaßen aggressiv sind, wie sie im Film zu sehen sind! In solchen Fällen muss man in die Trickkiste greifen, um länger am Leben zu bleiben! Diese Aufnahmen sind so zu sagen unter kontrollierten Bedingungen entstanden, so dass niemand hätte seinen Hals riskieren müssen. Wie genau – bleibt ein Berufsgeheimnis!

    Herzliche Grüße

    Benny

    • Hallo,

      „Kontrollierte Bedingungen“ bedeutet im Allgemeinen, dass die Aufnahmen mit zahmen, trainierten Tieren entstanden. Und das sieht man den Tieren (Löwen und Leoparden) auch an. Das Nashorn wurde wahrscheinlich in einem Wiederansiedlungsprojekt aufgenommen, dort gibt es ebenfalls zahme bzw. an den Menschen gewöhnte Individuen. In Afrika gibt es spezielle Farmen mit zahmen Tieren für Tierfilmer/-fotografen. Dort kann man, gegen gutes Geld, die Tiere wie Models buchen. Wilden Elefanten kann man sich in verschiedenen Nationalparks (z.B. Amboseli) relativ gefahrlos auf wenige Meter nähern, allerdings nur, wenn kein brunstiger Bulle in der Nähe ist.
      „Berufsgeheimnis“ würde ich das alles nicht nennen. Jeder Tierfilmer und -fotograf kennt diese Möglichkeiten. Die wenigsten jedoch wenden sie an, da man den zahmen Tieren das unnatürliche Verhalten ansieht.

      Holger Schulz

  3. Hallo lieber Holger!
    Es ist richtig, dass man in Afrika trainierte Tiere für Filmaufnahmen und Fotografie organisieren kann. Es wird auch oft in großen Produktionen gemacht, weil sie ansonsten zu teuer werden würden, wenn man alles in der freien Wildbahn realisieren wollte.
    Die Tiere, die in diesem Video zu sehen sind, sind jedoch keine zahmen und auch nicht trainiert und ebenso wenig aus irgendwelche Wiedereinsiedlungsprojekten, etc.
    Die Aufnahmen hier sind mit anderen Tricks entstanden, die ich wie erwähnt als Berufsgeheimnis bezeichne.
    Abgesehen davon, man sieht auf dem Video wie ich vor den Krokodilen sitze und diese fotografiere. Ich persönlich kenne keine zahmen Krokodile und auch keine trainierten, da diese Tiere sich überhaupt nicht dafür eignen. Wenn sie irgendeinen Körperteil von Dir erwischen, dann bist Du weg!
    Um es kurz zu machen. Ich bediene mich manchmal auch an Tricks, die üblich sind, jedoch sehr sehr oft riskiere ich mein Leben, um gute Bilder zu bekommen. Und das ist ganz ECHT ohne trainierte Tiere oder sonstigen Sicherheiten! So etwas gibt es und ich praktiziere es auch noch!

    Herzliche Grüße

    Benny

  4. Einfach klasse Aufnahmen! Habe nie ähnlich Gutes gesehen! Die ganze Familie freut sich schon auf deinen nächsten Auftritt in Hamburg: Wir sind dabei!

  5. Hallo, Benny,
    Ich wollte mit meinen Anmerkungen Deine Leistung nicht schmälern. Das Thema interessiert mich, da ich als Wildlife-Journalist auch selbst viel mit der Kamera in der Natur in Afrika, Asien und anderswo unterwegs bin.
    Ja, die Aufnahmen von dem Krokodil sind, wie Du ja auch in den Arbeitsszenen zeigst, wohl in freier Wildbahn entstanden. Und was die Löwen/Leoparden angeht: Vielleicht sind es wirklich freilebende Wildtiere. Aber die statischen Weitwinkelaufnahmen (z.B. Kamera folgt dem Löwenkopf nicht aus dem Bild) machen es eher wahrscheinlich, dass die Kamera in einer Attrappe oder im Köder verborgen war und aus der Ferne ausgelöst wurde. Oder Du hast mit der Kamera in einem Käfig gesessen, der außen am Geländewagen angebracht war (wie auch andere Teams es machen).
    Wahrscheinlich wären mir diese „Tricks“ bei Deinen Aufnahmen gar nicht aufgefallen, wenn Du solche kurzen „Actionshots“ in eine ganze Sequenz mit Anschlüssen, Totalen usw. eingebaut hättest.
    Ich bin eigentlich kein Angsthase, wenn es um Wildlife geht. Aber ich würde nicht wagen, einem wütenden Leoparden die Kamera auf die Schnauze zu drücken. Ich denke, die Chance, so einen „intimen“ Kontakt ohne ernsthafte Blessuren zu überstehen, wäre gering. Aber mit Fernauslösung kann ich mir die Aufnahmen des Löwen bzw. des Leoparden gut vorstellen.
    Wie heißt es doch so schön: Was zählt ist das, was hinten raus kommt. In diesem Sinne wünsche ich Dir weiterhin viel Erfolg.
    Holger Schulz

    Übrigens: Der Oktokopter ist m.E. eine tolle Sache. Damit aufgenommene Szenen bringen neue Perspektiven in einen Film – und davon kann eine Produktion nur profitieren.

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